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Katarakt und vorderer Augenabschnitt

Nähtechnik und Sklerafixation (Scleral Fixation of IOL)

Nahttechnik und intrasclerale Fixation sind Sammelbegriffe für chirurgische Verfahren zur Refixation einer Intraokularlinse (IOL) im Auge, wenn die Kapselunterstützung verloren gegangen ist. Sie werden in Betracht gezogen, wenn keine Kapselunterstützung mehr vorhanden ist, z. B. bei hinterem Kapselriss, Zonulolyse, IOL-Dislokation, IOL-Luxation oder Aphakie 2). Abhängig vom verbleibenden Kapselsupport und dem Zustand des intraokularen Gewebes wird zwischen IOL-Reposition, Austausch, Irisfixation, Skleranaht oder intrascleraler Fixation gewählt.

Nahttechnik (scleral suture fixation) ist ein Verfahren, bei dem ein nicht resorbierbarer Faden am Haptik der IOL befestigt und durch den Sulcus ciliaris an der Sklera fixiert wird. Dies erfolgt entweder mit der ab-interno-Methode (von innen) oder der ab-externo-Methode (von außen).

Intrasclerale Haptikfixation (intrascleral haptic fixation) ist eine Gruppe von Verfahren, bei denen die Haptik der IOL innerhalb der Sklera fixiert wird. Die repräsentative Yamane-Methode verwendet weder Nahtmaterial, Klebstoff noch Skleralappen, sondern führt die Haptik durch einen mit einer 30-Gauge-Nadel geschaffenen Skleraltunnel und fixiert sie mit einem durch Kauterisation geformten Flansch (kugelförmige Verdickung) 1).

Dieser Artikel unterscheidet sich von den Artikeln „IOL-Dislokation“ (der das gesamte Krankheitsbild und die Diagnostik der IOL-Dislokation behandelt) und „Sekundäre IOL-Implantation“ (der die allgemeinen Verfahren der sekundären IOL-Implantation behandelt), da er sich auf die Techniken, Indikationen und die Auswahl der Verfahren bei Nahttechnik und intrascleraler Fixation spezialisiert.

  • IOL-Dislokation: IOL-Dezentrierung oder -Luxation durch Zonulolyse
  • Aphakie: Fehlender Kapselsupport aufgrund von Komplikationen oder Trauma bei der Erstoperation
  • Kapselinsuffizienz: Augen mit teilweise beschädigter Linsenkapsel
  • Hinterer Kapselriss: Wenn eine extrakapsuläre Implantation nicht möglich ist. Wenn ein Glaskörperprolaps auftritt, steigt das Risiko für zystoides Makulaödem, Netzhautablösung und Endophthalmitis, und die visuelle Prognose kann sich verschlechtern. Daher sollten der verbleibende Kapselhalt und das Ausmaß des Glaskörperprolapses beurteilt werden, um eine vordere Vitrektomie und eine geeignete sekundäre Fixationsmethode zu wählen
  • IOL-Austausch: Austausch bei Trübung oder Refraktionsfehler der vorhandenen IOL
IndikationssituationEntsprechende Operation
Leichte IOL-Dezentrierung (nur Positionskorrektur)IOL-Reposition
IOL-Dislokation / KapselverlustNahtfixation oder intraklerale Fixation
IOL-Fall (in den Glaskörperraum)Vitrektomie + Nahtfixation oder intraklerale Fixation
Zonulolyse + gleichzeitige PEAJe nach verbleibender Kapselunterstützung: Kapselstützvorrichtung oder Sekundärfixation erwägen
Hinterkapselruptur (extrakapsuläre Implantation nicht möglich)Irisfixation, Skleranaht, intraklerale Fixation usw. individuell auswählen
Q Was ist der Unterschied zwischen Nahtfixation und intrakleraler Fixation?
A

Die Nahtfixation ist ein Verfahren, bei dem die Haptik der IOL mit nicht resorbierbarem Nahtmaterial an der Sklera fixiert wird. Die Anzahl der Fixationspunkte und das Vorhandensein eines Skleralappens variieren je nach Technik. Bei der intrakleralen Fixation (Yamane-Methode) wird die Haptik in einen mit einer 30-Gauge-Nadel erstellten Skleraltunnel eingeführt und die Spitze durch Kauterisation zu einem Flansch geformt, um sie zu fixieren 1). Eine Netzwerk-Metaanalyse zeigte weitgehend vergleichbare Visusergebnisse, jedoch Unterschiede in Art und Häufigkeit der Komplikationen; die Wahl erfolgt je nach Patientenprofil und Erfahrung des Chirurgen 3).

Die wichtigsten subjektiven Symptome einer IOL-Dislokation oder eines IOL-Falls sind:

  • Sehverschlechterung / Refraktionsänderung: Verursacht durch Refraktionsanomalie aufgrund von Dezentrierung oder Neigung der IOL oder dadurch, dass die Optik aus dem Pupillarbereich austritt.
  • Monokulare Diplopie / Blendung: Tritt auf, wenn der IOL-Rand im Pupillarbereich freiliegt.
  • Oszillopsie: Die IOL bewegt sich bei Positionsänderung, was zu einer Veränderung des Seheindrucks führt.
  • Gefühl von Gesichtsfeldausfällen: Tritt auf, wenn sich die Optik bei IOL-Dislokation oder -Luxation aus dem Gesichtsfeld bewegt.
  • Starke Hyperopie: Bei Luxation in den Glaskörperraum tritt eine starke Hyperopie ähnlich wie bei Aphakie auf.
  • Asthenopie: Begleitend zu Refraktionsfehlern oder Aniseikonie.

Die Diagnose kann leicht durch Mydriasis und Überprüfung der folgenden 4 Punkte gestellt werden.

  1. Position von IOL-Optik und Haptik
  2. Zustand der Zonula Zinnii (Zonulafasern)
  3. Zustand des Kapselsacks
  4. Vorhandensein von IOL-Phakodonesis (Oszillation)

Befunde bei IOL-Dislokation

IOL-Dezentrierung: Unter Mydriasis sind die IOL-Haptiken im Pupillarbereich sichtbar.

Iridodonesis: Hinweis auf eine Erschlaffung der Zonula Zinnii.

Horizontale Verschiebung der Vorderkammer: Die IOL neigt sich nasal oder temporal.

IOL-Beweglichkeit: Es zeigt sich eine Erschütterung bei Augenbewegungen.

Eine IOL-Dislokation oder -Luxation wird unter Mydriasis mittels Spaltlampe hinsichtlich Position, Beweglichkeit, Haptik und Kapselunterstützung beurteilt. Wenn der Fundus schwer einsehbar ist oder eine Luxation in den Glaskörperraum vermutet wird, wird zusätzlich ein B-Scan-Ultraschall durchgeführt2). Eine IOL-Dislokation in die Vorderkammer kann mit Hornhautendothelschädigung oder Pupillarblockglaukom einhergehen; je nach Symptomen und Befunden wird eine frühzeitige Behandlung erwogen.

Q Welche Symptome treten bei einer IOL-Dislokation auf?
A

Das häufigste Symptom ist eine Sehverschlechterung. Bei einer IOL-Dezentrierung kann der optische Teil der Linse aus der Pupille austreten, was zu einer Refraktionsanomalie führt. Zudem können monokulare Diplopie (Freilegung des IOL-Randes im Pupillarbereich), Blendung und positionsabhängige Oszillopsien auftreten. Bei einer Luxation in den Glaskörperraum kommt es wie bei einer Aphakie zu einer ausgeprägten Hyperopisierung. Eine Dislokation in die Vorderkammer kann einen Notfall mit Augenschmerzen und erhöhtem Augeninnendruck darstellen.

Die Ursachen einer IOL-Dezentrierung variieren je nach Art der Dezentrierung. Dezentrierung und Neigung treten häufig bei extrakapsulärer oder asymmetrischer Implantation auf. Eine intrakapsuläre Dislokation entsteht durch fortschreitende Zonulolyse, bei der die IOL nach hinten sinkt; assoziierte Faktoren sind Pseudoexfoliationssyndrom, Trauma, hohe Myopie, vorausgegangene Operationen und Bindegewebserkrankungen2). Eine extrakapsuläre Dislokation kann nach intraoperativen Kapselkomplikationen auftreten.

Die Zonulafasern ziehen die Linsenkapseläquator in 360°-Richtung und haben eine doppelte Funktion: Fixierung der Linse auf der Sehachse und Aufrechterhaltung der Kapselform durch gleichmäßigen Zug. Je nach Ausmaß und Bereich der Ruptur geht die Positionsfixierung, die Formstabilität oder beides verloren.

Ophthalmologische Risikofaktoren

Pseudoexfoliationssyndrom (PXF): Die durch Pseudoexfoliationsmaterial bedingte fortschreitende Schwächung der Zonulafasern ist die häufigste Ursache für späte intrakapsuläre Dislokationen und macht Berichten zufolge mehr als die Hälfte der Fälle aus2). Die durchschnittliche Dauer von der Kataraktoperation bis zur Dislokation wird mit etwa 7 bis 8,5 Jahren angegeben.

Nach intraokularen Eingriffen: Intraoperative Zonulaschädigung oder langfristig verminderte Kapselunterstützung können zur Dislokation beitragen2).

Hohe Myopie: Schwächung der Kapsel und Zonulafasern durch Achsenverlängerung sowie verminderte Unterstützung durch Glaskörperverflüssigung.

Vorderkapselkontraktion (Kapselphimose): Konzentrische Kontraktion durch Proliferation von Linsenepithelzellen und myofibroblastische Metaplasie nach CCC. Dies führt zu übermäßiger Spannung auf die Zonulafasern und kann eine späte Dislokation begünstigen.

Systemische und externe Risikofaktoren

Bindegewebserkrankungen wie Marfan-Syndrom: Können mit Zonulaschwäche und Linsenluxation einhergehen. Beim Marfan-Syndrom tritt eine Linsenluxation (Ectopia lentis) in etwa 60 % (je nach Bericht 30–72 %) der Fälle auf und ist ein typischer systemischer Faktor für eine Zonulaschwäche2).

Trauma (stumpfes Trauma): Zonulafaserriss durch Bulbusdeformität.

Intraoperative Kapselkomplikationen in der Vorgeschichte: Vorausgegangene hintere Kapselruptur oder vordere Kapselriss erhöhen das Risiko einer späteren Luxation.

4. Diagnose, Untersuchungsmethoden und Operationswahl

Abschnitt betitelt „4. Diagnose, Untersuchungsmethoden und Operationswahl“

Die Grundlage der Diagnose ist die Spaltlampenuntersuchung in Mydriasis. Wenn sich die IOL-Position in Abhängigkeit von der Körperhaltung ändern kann, ist eine Beurteilung in Rückenlage für die präoperative Planung hilfreich, jedoch ist die Bestätigung unter dem Operationsmikroskop nicht bei allen Fällen zwingend erforderlich.

Für die präoperative Diagnose sind folgende Entscheidungen erforderlich:

  • Luxation oder Dislokation (Differenzierung des Ausmaßes der IOL-Dezentrierung)
  • Intrakapsuläre oder extrakapsuläre Luxation
  • Wie die IOL auf die Iris angehoben werden soll
  • Wie weit die Vitrektomie durchgeführt werden soll
  • Auswahl der für die Explantation und Fixation erforderlichen Instrumente
UntersuchungsmethodeHauptanwendung
Spaltlampe (in Mydriasis)Beurteilung der IOL-Position und -Beweglichkeit, Überprüfung der Haptikposition
Beobachtung in RückenlageHilfsbewertung bei Verdacht auf positionsbedingte IOL-Veränderung
B-Mode-UltraschallNachweis einer IOL im Glaskörperraum, Beurteilung des hinteren Augenabschnitts
Vorderabschnitts-OCT / UBMIOL-Beurteilung hinter der Iris, Zustand der Zonulafasern, detaillierte Haptikbewertung
SpekularmikroskopieHornhautendothelzellzahl (präoperative Bewertung)
Hornhautkrümmungs- und VorderkammertiefenmessungIOL-Berechnung und Verfahrensauswahl
FundusuntersuchungAusschluss von Netzhautkomplikationen (z. B. Ablösung)

Basierend auf den von der AAO PPP genannten Optionen für die Sekundärfixation der IOL wird wie folgt individuell geprüft2).

  • Kapselunterstützung vorhanden → Sulcus-fixierte IOL (3-teilig) bevorzugen. Für die intrasklerale Fixation wird eine 3-teilige IOL verwendet, bei der die Haptik aus dem Nadelhohlraum ausgleitet und am Ende einen stabilen Flansch bilden kann. Haptiken aus Polyvinylidenfluorid (PVDF) gelten aufgrund ihrer hervorragenden Flexibilität und Rückstellkraft als gut geeignet für die intrasklerale Fixation, während Haptiken aus PMMA oder Polypropylen bei der Handhabung leicht verbiegen oder brechen. Da jedoch auch bei 3-teiligen PVDF-IOLs Mikrofrakturen an der Verbindung zwischen Optik und Haptik berichtet wurden, sollte die Auswahl unter Überprüfung der Herstellerinformationen und der Eignung für das Verfahren erfolgen
  • Keine Kapselunterstützung, Zonula-Zinn-Fragilität → Nahtfixation oder intraklerale Fixation
  • Probleme an Augenoberfläche, Iris oder Sklera → Fixationsort und Verfahren individuell prüfen
  • Vorhandene IOL für Fixationsmethode geeignet → Bei fehlender Beschädigung oder Verformung ist Refixation eine Option
  • Gleichzeitige Glaukomoperation erforderlich → Verfahren unter Berücksichtigung von Interferenzen mit Bindehaut- und Skleramanipulation individuell wählen. Es gibt Fallberichte über gleichzeitige intraklerale Fixation und Trabekulektomie6)
  • Schlechter Iris-/Sklerazustand, wiederholte Luxation → Wechsel zu ACIOL erwägen
BewertungskriteriumNahtfixationYamane-Methode
LernkurveEtabliertErfordert Einarbeitungszeit
Risiko von Nahtbruch/-dislokationVorhandenNicht vorhanden
LangzeitergebnisseÜber 30 Jahre ErfahrungDaten werden gesammelt
Q Welche Untersuchungen entscheiden über die Notwendigkeit einer Operation?
A

Zunächst wird die Position, Beweglichkeit und der Zustand der Zonula Zinnii der IOL unter Mydriasis mittels Spaltlampe beurteilt. Bei Verdacht auf einen Glaskörperprolaps wird ein B-Scan-Ultraschall durchgeführt; Vorderabschnitts-OCT oder UBM dienen der detaillierten Beurteilung des Bereichs hinter der Iris. Bei Bedenken hinsichtlich einer Hornhautendothelschädigung werden auch die Ergebnisse der Spekularmikroskopie zur Auswahl des Operationsverfahrens herangezogen 2).

Das Management einer dislozierten oder luxierten IOL variiert stark je nach Grad und Zustand der Dezentrierung.

  • Geringe Dezentrierung (Pupillenfang, Kapselfang, Luxation der Haptik in die Vorderkammer, frühe postoperative asymmetrische Fixation usw.) → IOL-Reposition. Die Position kann über einen Seitenport mit einem Haken oder Spatel korrigiert werden.
  • Dislokation/Luxation → Je nach Form, Material, Beschädigung der vorhandenen IOL und verbleibender Kapselunterstützung wird eine Reposition, Refixation oder ein Austausch gewählt.
  • Luxierte IOL → Nach vollständiger Vitrektomie wird die IOL mit einer Vitrektomie-Pinzette aufgehoben und entfernt. Die anschließende Naht oder intraklerale Fixation erfolgt wie üblich.
  • Wiederverwendung der vorhandenen IOL → Prüfung von Material, Form, Beschädigung und Eignung für die Fixationsmethode; individuelle Entscheidung zwischen Refixation oder Austausch.

5-2. Operationstechnik zur Entfernung einer dislozierten IOL

Abschnitt betitelt „5-2. Operationstechnik zur Entfernung einer dislozierten IOL“

Zunächst wird die IOL über die Pupille angehoben, dann wird ein Inzision in geeigneter Breite angelegt und die IOL entfernt.

  • Faltbare IOL: Kann in der Vorderkammer geschnitten und über eine 3–4 mm breite kleine Inzision entfernt werden.
  • PMMA IOL: Ein Schnitt von etwa 6,5 mm entsprechend der Optikgröße ist erforderlich
  • Dislozierte IOL: Kann mit flüssigem Perfluorcarbon (LPFC) bis zur Irisebene angehoben werden
  • Hornhautendothelschutz: Bei IOL-Bewegung und -Entnahme wird Viskoelastikum (OVD) eingefüllt

Prinzip: Ein nicht resorbierbarer Faden wird mittels ab-interno- oder ab-externo-Technik am IOL-Haptikteil verknotet und durch den Sulcus ciliaris an der Sklera fixiert. Eine 2-Punkt-Fixation ist Standard.

Konkrete Technik nach Cowhitch-Methode:

  1. Anfertigung eines Skleralappens am Limbus bei 12 Uhr
  2. Punktion des Sulcus ciliaris mit einer langen Nadel mit 9-0 Polypropylenfaden
  3. Punktion mit einer 30-Gauge-Auffangnadel von 6 Uhr aus
  4. Verbindung von langer Nadel und Auffangnadel zum Durchführen des Fadens
  5. Verknoten am IOL-Haptikteil mit Cowhitch-Knoten
  6. Einführen des Haptikteils in die vorgesehene Position im Sulcus ciliaris
  7. Nahtfixation an der Sklera unter dem Skleralappen

Haptik-Externalisationsmethode: Das IOL-Haptikteil wird in eine 25-Gauge-Nadel eingeführt, durch einen Seitenport nach außen geführt, nach Cowhitch-Knoten die Spitze durch Elektrokauterisation aufgetrieben und in den Skleraltunnel eingezogen.

Auswahl des Nahtmaterials:

  • Es werden 9-0 oder 8-0 Polypropylen (Prolene)-Fäden verwendet. Bei 10-0 Polypropylen wurden späte Risse berichtet. Der Zeitpunkt der Entstehung schwankt stark; der Durchschnitt der veröffentlichten Serien liegt zwischen 12 und 122 Monaten (ca. 1 bis 10 Jahre), bei einzelnen Fällen reicht er von 33 bis 170 Monaten (ca. 3 bis 14 Jahre)12). Bei Kindern sollte die Verwendung von 10-0 zurückhaltend erfolgen und die Verwendung von 9-0 mit höherer Zugfestigkeit und Abbautoleranz in Betracht gezogen werden.
  • CV-8 Gore-Tex-Fäden haben eine hohe Zugfestigkeit und sollen das langfristige Bruchrisiko verringern

Situationen, in denen eine Kapselerhaltung in Betracht gezogen wird: Auch bei Zonulaschwäche kann, wenn noch eine Linsenkapselunterstützung vorhanden ist, ein kapselerhaltendes Verfahren erwogen werden. Dies kann die Invasion des Glaskörperraums reduzieren, erfordert jedoch eine Bewertung von Hinterkapselruptur und Langzeitstabilität; als Standardverfahren wird dies individuell entschieden.

Hauptkomplikationen:

  • IOL-Redislokation (Spätluxation durch Fadenbruch)
  • IOL-Tilt und Dezentrierung
  • Intraokulare Blutung
  • Netzhautablösung
  • Freilegung, Erosion oder Bruch des Fadenknotens 5)
  • Glaukom
  • Pupillen-Capture nach der Naht (da der optische Teil direkt hinter der Iris und nicht von der Kapsel bedeckt ist, tritt dies häufiger auf)

5-4. Intrasklerale Fixation (Yamane-Methode / flanged intrascleral fixation)

Abschnitt betitelt „5-4. Intrasklerale Fixation (Yamane-Methode / flanged intrascleral fixation)“
Intraoperativer Befund der intraskleralen Fixation nach der Yamane-Doppelnadeltechnik (12 Panels)
Nakagawa S, Ishii K. Secondary intrascleral intraocular lens (IOL) fixation with capsule preservation for IOL dislocation following mature cataract surgery with incomplete capsulorhexis: A case report. Medicine (Baltimore). 2025;104(25):e43030. doi:10.1097/MD.0000000000043030. PMID:40550021. PMCID:PMC12187320. Figure 1. License: CC BY 4.0. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Intraoperativer Verlauf von der nasalen inferioren IOL-Dezentrierung präoperativ (A) über die Einführung einer 30-Gauge-Nadel (D/E), die Injektion einer 3-teiligen IOL (F/G) bis zur Flanschbildung und Sklerafixation mit der Doppelnadeltechnik (H–J), dargestellt in 12 Panels. Dies entspricht den aufeinanderfolgenden Schritten der Yamane-Doppelnadeltechnik, die im Abschnitt „5-4. Intrasklerale Fixation (Yamane-Methode)“ behandelt werden.

Prinzip: Mit einer 30-Gauge-Dünnwandnadel wird ein Skleratunnel angelegt, die Haptik einer 3-teiligen IOL in das Nadelinnere eingeführt und nach außen gezogen, dann die Haptikspitze thermisch zu einem Flansch (kugelförmige Verdickung) geformt. Der Flansch verankert sich im Skleratunnel und fixiert die IOL. Es werden weder Nähte noch Klebstoff verwendet. 1)

Konkrete Technik der Yamane-Doppelnadel-Methode:

  1. Punktion an zwei 180 Grad gegenüberliegenden Stellen mit einer 30-Gauge-Dünnwandnadel, 2 mm vom Limbus corneae entfernt
  2. Einführen der IOL-Haptik in das Nadelinnere jeder Nadel
  3. Herausziehen der Haptik zusammen mit der Nadel aus der Sklera
  4. Bilden eines Flansches (kugelförmige Verdickung) an der Haptikspitze durch Niedertemperatur-Elektrokauterisation
  5. Zurückziehen und Einbetten des Flansches in den Skleraltunnel zur Fixierung

IOL-Auswahl: Bei der Yamane-Methode wird eine 3-teilige IOL verwendet, deren Haptik aus dem Nadelinneren externalisiert werden kann, um einen stabilen Flansch an der Spitze zu bilden. Da Material, Durchmesser und Verhalten der Haptik je nach Produkt variieren, sollte die Auswahl unter Berücksichtigung der Eignung für die Technik und der Herstellerinformationen erfolgen1)5).

Vorteile:

  • Keine Skleralappenpräparation erforderlich, minimalinvasiv
  • Kein Risiko einer späten Luxation durch Nahtbruch
  • Frühe Visuserholung zu erwarten
  • Bei gleichzeitiger Glaukomoperation sollte die Wahl des Verfahrens individuell geprüft werden, um Interferenzen mit der Bindehaut- und Skleramanipulation zu vermeiden6)

Hauptkomplikationen:

Wichtiger Hinweis: Da der Zustand der Sklera und Konjunktiva, das IOL-Material und die Position der Haptikfixierung die postoperative Stabilität beeinflussen, wird die Operationstechnik individuell ausgewählt1)5).

3 Monate nach intraskleraler Fixation: Vorderabschnittsfoto und OCT-Messung von Tilt und Dezentrierung
Nakagawa S, Ishii K. Secondary intrascleral intraocular lens (IOL) fixation with capsule preservation for IOL dislocation following mature cataract surgery with incomplete capsulorhexis: A case report. Medicine (Baltimore). 2025;104(25):e43030. doi:10.1097/MD.0000000000043030. PMID:40550021. PMCID:PMC12187320. Figure 2. License: CC BY 4.0. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Vorderabschnittsfoto (A: Normalbeleuchtung, B: Spaltlampen-Lichtschnittbild) und Vorderabschnitts-OCT (C) 3 Monate nach intraskleraler Fixation. IOL-Tilt 5,0 Grad, Dezentrierung 0,06 mm, zeigt gute Zentrierung. Entspricht der Beurteilung der Refraktionsvorhersagbarkeit und des Tilts nach intraskleraler Fixation, die im Abschnitt „5-5. Vergleichstabelle der Operationstechniken“ behandelt wird.
ParameterNahttechnik (transsklerale Nahtfixation)Intrasklerale Fixation (Yamane-Methode)
FixationsprinzipFixierung der Haptik an der Sklera mit NahtfädenEinbettung des Haptikflansches in den Skleratunnel
NahtmaterialErforderlich (9-0/8-0 Polypropylen etc.)Nicht erforderlich
SkleralappenVariiert je nach TechnikNicht erforderlich
Geeignete IOLIOL geeignet für Nahtfixation3-teilige IOL geeignet für Flanschbildung
Risiko eines späten BruchsVorhanden (berichtet mit 10-0 Polypropylen etc.12))Kein Nahtbruch
Risiko einer Haptik-ErosionNiedrigVorhanden
Komplexität des VerfahrensEtwas höherHoch (Übung erforderlich)
Gleichzeitige GlaukomoperationEinzelfallentscheidungEinzelfallentscheidung6)
SehschärfeergebnisseIn Studien weitgehend gleichwertigIn Studien weitgehend gleichwertig3)

In einer Netzwerk-Metaanalyse der drei Methoden (Irisfixation, transsklerale Naht, intrasclerale Fixation) war die bestkorrigierte Sehschärfe weitgehend gleichwertig, während sich das Komplikationsprofil wie zystoides Makulaödem, Blutung und Auswirkungen auf das Hornhautendothel zwischen den Verfahren unterschied3). Die AAO PPP nennt Vorderkammer-IOL, Irisfixation und Sklerafixation als Optionen bei unzureichender Kapselunterstützung; die Wahl sollte je nach Augenstatus und Erfahrung des Chirurgen getroffen werden2).

Wird intraoperativ eine Zonulolyse festgestellt, sollten Ausmaß des Risses, Zustand der Vorder- und Hinterkapsel sowie die verbleibende Unterstützung beurteilt werden. Kombiniert werden können die Erhaltung mittels Kapselstützvorrichtung, vordere Vitrektomie und sekundäre IOL-Fixation. Die Indikation für Kapselstützvorrichtungen einschließlich fixierter CTR und die Entscheidung, ob die Kapsel erhalten oder entfernt wird, sind von Fall zu Fall zu treffen2).

Nahttechnik (transsklerale Nahtfixation)

Indikation: Kapselunterstützungsverlust, Zonulolyse usw. Die Wahl erfolgt unter Berücksichtigung der IOL-Form und des Zustands des Augengewebes.

Nahtmaterial: 9-0 oder 8-0 Prolene. Mit der Cow-Hitch-Technik am Haptik verknoten und über den Sulcus ciliaris unter einem Skleralappen nähen.

Vorteile: Kompatibel mit verschiedenen Fixationsmethoden und IOL-Formen. Langzeitergebnisse liegen vor.

Nachteile: Risiko eines Nahtbruchs (Spätluxation). Die Notwendigkeit eines Skleralappens variiert je nach Technik. Bei gleichzeitiger Glaukomoperation muss die Interferenz mit Bindehaut- und Skleramanipulation berücksichtigt werden, und das Verfahren ist individuell zu wählen.

Intrasklerale Fixation (Yamane-Methode)

Indikation: Bei fehlender Kapselunterstützung, wenn eine 3-teilige IOL verwendet werden kann, die für die Flanschbildung geeignet ist.

Fixationsmethode: Skleraltunnel mit 30G dünnwandiger Nadel + Haptik-Flanschverankerung. Keine Naht, kein Klebstoff, kein Skleralappen erforderlich.

Vorteile: Kein Risiko eines Nahtbruchs. Ein Einzelfall einer gleichzeitigen intraskleralen Fixation und Trabekulektomie wurde berichtet, aber eine allgemeine Überlegenheit ist nicht etabliert6).

Nachteile: Erfordert Erfahrung. Risiken wie Haptik-Erosion, Tilt und Dezentrierung1)5).

Q Welches Verfahren ist besser: Nahtfixation oder intrasklerale Fixation?
A

In einer Netzwerk-Metaanalyse waren die bestkorrigierten Sehschärfen der drei Methoden weitgehend vergleichbar, aber die Komplikationsprofile unterschieden sich3). Die Wahl des Verfahrens erfolgt individuell basierend auf Kapselunterstützung, Zustand von Iris, Sklera und Hornhautendothel, verwendeter IOL, Begleiterkrankungen und Erfahrung des Chirurgen2)3). Bei Skleralfixation können refraktive Fehler durch die IOL-Position auftreten, daher sind präoperative Aufklärung und postoperative refraktive Beurteilung erforderlich.

Q Worauf sollte im Leben nach der Operation geachtet werden?
A

Postoperativ können IOL-Dezentrierung, Pupilleneinfang, Entzündung, erhöhter Augeninnendruck und zystoides Makulaödem auftreten1)3)5). Bei plötzlichen Sehveränderungen, Augenschmerzen oder Rötung sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Bei der Nahtfixation ist auf Spätrezidivluxation durch Nahtdegeneration und -bruch zu achten, bei der Yamane-Methode auf Haptik-Exposition/-Erosion und IOL-Dezentrierung; eine langfristige Nachsorge ist erforderlich.

In einer Netzwerk-Metaanalyse war die bestkorrigierte Sehschärfe nach Irisfixation, transskleraler Nahtfixation und intrakleraler Fixation zwischen den Studien weitgehend vergleichbar3). Die individuelle Sehprognose variiert jedoch je nach Grunderkrankung, Zustand von Hornhaut, Netzhaut und Sehnerv, IOL-Position sowie postoperativen Komplikationen.

KomplikationNahtfixationsmethodeYamane-MethodeBesondere Anmerkungen
Nahtbruch/-expositionVorhandenNicht vorhandenMit Spätredislokation und Infektionsrisiko bei Nahtfixation verbunden
Haptik-Exposition/-ErosionNicht vorhandenVorhandenFixationsposition und Versenkung des Flansches überprüfen
IOL-Neigung/-DezentrierungvorhandenvorhandenUrsache für Refraktionsfehler
zystoides Makulaödem / intraokulare BlutungvorhandenvorhandenHäufigkeitsunterschiede zwischen Operationsmethoden berichtet3)
PupilleneinfangvorhandenvorhandenPosition bei Sehänderung überprüfen

Die Komplikationsraten variieren stark je nach Zielpopulation, Fixationsmethode und Nachbeobachtungszeitraum, sodass eine einzelne Rate nicht auf alle Fälle angewendet werden kann3).

  • Bei der Nahtfixation ist eine langfristige regelmäßige Nachsorge erforderlich, um sich auf eine späte IOL-Re-Dislokation aufgrund von Nahtdegeneration vorzubereiten.
  • Bei der Yamane-Methode werden die transkonjunktivale Penetration/Erosion der Haptik sowie die zeitliche Veränderung von IOL-Tilt und -Dezentrierung überprüft.
  • Ein zystoides Makulaödem (CME) kann einige Monate nach der Operation auftreten; bei Sehverschlechterung wird eine OCT-Beurteilung durchgeführt.

7. Pathophysiologie und detaillierter Entstehungsmechanismus

Abschnitt betitelt „7. Pathophysiologie und detaillierter Entstehungsmechanismus“

Funktion der Zonula Zinnii und Mechanismus der IOL-Dezentrierung

Abschnitt betitelt „Funktion der Zonula Zinnii und Mechanismus der IOL-Dezentrierung“

Die Zonula Zinnii zieht den Äquator der Linsenkapsel in 360°-Richtung und hat eine doppelte Funktion: die Fixierung der Position zur optischen Achse hin und die Aufrechterhaltung der Kapselform durch gleichmäßigen Zug. Je nach Ausmaß und Bereich des Risses geht die Positionsfixierung, die Formstabilität oder beides verloren.

Die ursachenspezifischen Mechanismen der IOL-Dezentrierung sind wie folgt:

  • Dezentrierung/Tilt: Verursacht durch operationsbedingte Fehler wie extrakapsuläre oder asymmetrische Insertion, fehlerhafte Platzierung bei Naht oder Sklerafixation.
  • Intrakapsuläre Luxation: Zustand, bei dem die IOL durch Fortschreiten eines Zonulafaserabrisses nach hinten sinkt. Assoziiert mit Pseudoexfoliationssyndrom, Trauma, hoher Myopie, vorangegangenen Operationen und Bindegewebserkrankungen 2).
  • Extrakapsuläre Luxation: Tritt häufig nach intraoperativen Kapselkomplikationen auf.
  • IOL-Fall: Wenn die intrakapsuläre Luxation fortschreitet und die Zonula Zinnii vollständig reißt, oder wenn die IOL bei extrakapsulärer Luxation vollständig aus der Kapsel austritt.

Beim Pseudoexfoliationssyndrom lagern sich Pseudoexfoliationsmaterialien im Auge ab, was zu einer Schwächung der Zonula Zinnii und einer unzureichenden Pupillenerweiterung führen kann, was die Planung der Kataraktoperation und der IOL-Fixation beeinflusst 2).

Nach einer kontinuierlichen kurvilinearen Kapsulorhexis (CCC) proliferieren Linsenepithelzellen am Rand der Kapsulorhexis und wandeln sich in Myofibroblasten um. Wenn die von diesen Zellen erzeugte zentripetale Kontraktionskraft die zentrifugale Zugkraft der Zonula Zinnii übersteigt, schreitet die Vorderkapselkontraktion (Kapselphimose) fort. Die Zunahme des Gewichts von IOL und Kapsel durch den Nachstar erhöht die Belastung der Zonula Zinnii weiter.

Refraktive Eigenschaften von genähten oder sklerafixierten IOLs

Abschnitt betitelt „Refraktive Eigenschaften von genähten oder sklerafixierten IOLs“

Die refraktiven Ergebnisse nach Sklerafixation werden durch die effektive IOL-Position, Neigung und Dezentrierung beeinflusst. In einer Studie, die glued IOLs über 5 Jahre verfolgte, wurde die IOL-Neigung bewertet, jedoch handelt es sich nicht um eine Studie, die die refraktive Vorhersagbarkeit der Yamane-Methode zeigt 10). Die refraktive Vorhersagbarkeit je nach Operationsmethode muss auf der Grundlage von Studien erläutert werden, bei denen die Zielaugen und die Fixationsmethode übereinstimmen.

Indikation zur Nahtfixation bei hinterem Kapselriss

Abschnitt betitelt „Indikation zur Nahtfixation bei hinterem Kapselriss“

Wenn bei einem intraoperativen hinteren Kapselriss keine stabile Fixation im Kapselsack oder Sulcus ciliaris möglich ist, werden je nach verbleibender Kapselunterstützung eine Vorderkammer-IOL, Irisfixation, Skleranaht oder intraklerale Fixation in Betracht gezogen 2).

8. Aktuelle Forschung und zukünftige Perspektiven

Abschnitt betitelt „8. Aktuelle Forschung und zukünftige Perspektiven“

Anwendung der lichtadjustierbaren Linse (LAL) bei der Sklerafixation

Abschnitt betitelt „Anwendung der lichtadjustierbaren Linse (LAL) bei der Sklerafixation“

Nach einer Sklerafixation können durch die effektive IOL-Position refraktive Fehler auftreten. Die lichtadjustierbare Linse (Light Adjustable Lens; LAL) ist eine IOL, deren Stärke postoperativ durch UV-Bestrahlung angepasst werden kann.

Ma et al. (2023) berichteten über einen Fall einer 53-jährigen Frau mit spontaner bilateraler Linsensubluxation, bei der eine LAL mittels trokarbasierter ISHF (intraskleraler Haptikfixation) außerhalb der Zulassung implantiert wurde 7). Postoperativ wurde die Stärke mit dem Ziel einer Mikro-Monovision angepasst, und beide Augen erreichten einen unkorrigierten Visus von 20/20. Dies ist ein Einzelfall, der das Potenzial zur Reduzierung refraktiver Fehler nach Sklerafixation zeigt; weitere Studien sind zur Bestätigung von Wirksamkeit und Sicherheit erforderlich.

Vereinfachung des Verfahrens durch trokarbasierte Modifikation

Abschnitt betitelt „Vereinfachung des Verfahrens durch trokarbasierte Modifikation“

Bever et al. (2021) berichteten über eine Modifikation, bei der die IOL absichtlich auf die Netzhaut fallen gelassen und dann die Haptikspitze direkt mit einer 27-Gauge-Pinzette gegriffen und durch die Sklera nach außen gezogen wird 8). Dieses Verfahren erfordert keine Manipulation auf Iris-Ebene und ist für Chirurgen, die mit vitreoretinalen Eingriffen vertraut sind, sicher und effizient. In allen 4 Fällen wurde eine stabile IOL-Position und gute Zentrierung erreicht.

Refixation einer multifokalen IOL mit der Cable-Tie-Methode

Abschnitt betitelt „Refixation einer multifokalen IOL mit der Cable-Tie-Methode“

Eom et al. (2022) berichteten über die 4-Punkt-Flansch-Sklerafixation einer subluxierten multifokalen IOL mit C-Loop- und Double-C-Loop-Haptik mittels der Cable-Tie-Technik mit 6-0 Polypropylen. 9)Durch die Bildung einer Kabelbinder-Schlinge aus dem Nahtmaterial konnte eine sichere Fixation an der Optik-Haptik-Verbindung erreicht werden, und in beiden Fällen wurden eine gute IOL-Zentrierung sowie gute Fern- und Nahvisus erzielt.

Canabrava (2020) berichtete über eine 4-Punkt-Sklerafixationsmethode ohne Skleralappen, Knoten oder Klebstoff, bei der die vier Enden eines 5-0 Polypropylen-Monofilaments durch Kauterisation zu Flanschen geformt werden 11).


  1. Yamane S, Sato S, Maruyama-Inoue M, Kadonosono K. Flanged intrascleral intraocular lens fixation with double-needle technique. Ophthalmology. 2017;124:1136-1142. doi:10.1016/j.ophtha.2017.03.036.
  2. Miller KM, Oetting TA, Tweeten JP, Carter K, Lee BS, Lin S, et al. Cataract in the Adult Eye Preferred Practice Pattern. Ophthalmology. 2022;129(1):P1-P126. doi:10.1016/j.ophtha.2021.10.006. PMID:34780842.
  3. Li X, Ni S, Li S, Zheng Q, Wu J, Liang G, et al. Comparison of Three Intraocular Lens Implantation Procedures for Aphakic Eyes With Insufficient Capsular Support: A Network Meta-analysis. American journal of ophthalmology. 2018;192:10-19. doi:10.1016/j.ajo.2018.04.023. PMID:29750951.
  4. John T, Tighe S, Hashem O, Sheha H. New use of 8-0 polypropylene suture for four-point scleral fixation of secondary intraocular lenses. Journal of cataract and refractive surgery. 2018;44(12):1421-1425. doi:10.1016/j.jcrs.2018.08.008. PMID:30314754.
  5. Yamane S, Ito A. Flanged fixation: Yamane technique and its application. Current opinion in ophthalmology. 2021;32(1):19-24. doi:10.1097/ICU.0000000000000720. PMID:33196545.
  6. Mano Y, Mizobuchi K, Watanabe T, Watanabe A, Nakano T. Minimally invasive surgery for intraocular lens removal and intrascleral intraocular lens fixation with trabeculectomy in a patient with dislocated intraocular lens and elevated intraocular pressure. Case Rep Ophthalmol. 2021;12:538-542. PMID: 34248588. PMCID: PMC8255743. doi:10.1159/000511593.
  7. Chu Jian Ma, Craig C. Schallhorn, Jay M. Stewart, Julie M. Schallhorn. Modified intrascleral haptic fixation of the light adjustable lens in a case of spontaneous adult-onset bilateral lens subluxation. American Journal of Ophthalmology Case Reports. 2023;31:101864. doi:10.1016/j.ajoc.2023.101864.
  8. Bever GJ, Liu Y, Stewart JM. Modified technique for trocar-based sutureless scleral fixation of intraocular lenses: A new approach to haptic externalization. American journal of ophthalmology case reports. 2021;23:101145. doi:10.1016/j.ajoc.2021.101145. PMID:34195478; PMCID:PMC8233194.
  9. Eom Y, Lee YJ, Park SY, Choi Y, Kim JW, Kim SJ, et al. Cable tie technique for securing scleral fixation suture to intraocular lens. American journal of ophthalmology case reports. 2022;27:101646. doi:10.1016/j.ajoc.2022.101646. PMID:35813586; PMCID:PMC9263869.
  10. Kumar DA, Agarwal A, Agarwal A, Chandrasekar R, Priyanka V. Long-term assessment of tilt of glued intraocular lenses: an optical coherence tomography analysis 5 years after surgery. Ophthalmology. 2015;122(1):48-55. doi:10.1016/j.ophtha.2014.07.032. PMID:25200402.
  11. Canabrava S, Canêdo Domingos Lima AC, Ribeiro G. Four-Flanged Intrascleral Intraocular Lens Fixation Technique: No Flaps, No Knots, No Glue. Cornea. 2020;39(4):527-528. doi:10.1097/ICO.0000000000002185. PMID:31658168.
  12. Buckley EG. Hanging by a thread: the long-term efficacy and safety of transscleral sutured intraocular lenses in children (an American Ophthalmological Society thesis). Trans Am Ophthalmol Soc. 2007;105:294-311. PMID:18427618; PMCID:PMC2258120.

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