Phakoanaphylaktische Uveitis
1. Was ist eine phakoanaphylaktische Endophthalmitis?
Abschnitt betitelt „1. Was ist eine phakoanaphylaktische Endophthalmitis?“Die phakoanaphylaktische Uveitis (Phacoanaphylactic Uveitis; phakoanaphylaktische Endophthalmitis) ist eine persistierende granulomatöse anteriore Uveitis vom Typ III (Immunkomplex-Typ) gegen Linsenproteine. Sie tritt als Immunreaktion auf Linsenproteine auf, die nach einer Verletzung oder Operation der Linsenkapsel, nach spontaner Ruptur einer überreifen Katarakt oder aus einer in den Glaskörper luxierten Linse freigesetzt werden. Sie tritt meist 1 bis 14 Tage nach einer Operation oder Verletzung auf.
In der englischsprachigen Literatur wird sie auch als „Phacoanaphylactic Endophthalmitis“, „Phacoanaphylaxis“ oder „Lens-induced Granulomatous Uveitis“ bezeichnet. Sie ist eine Form der linseninduzierten Uveitis (LIU) 1).
Nach einer Kataraktoperation kann eine anhaltende Entzündung auftreten. Im US-amerikanischen IRIS-Register (7.513.604 Fälle) betrug die Inzidenz einer persistierenden Uveitis nach Kataraktoperation 1,68 % 3).
Einordnung dieser Erkrankung innerhalb der linseninduzierten Uveitis
Abschnitt betitelt „Einordnung dieser Erkrankung innerhalb der linseninduzierten Uveitis“Die linseninduzierte Uveitis (LIU) wird in drei Subtypen unterteilt:
- Phakoanaphylaktische Uveitis (diese Erkrankung): Typ-III-Allergie (Immunkomplex-Typ). Schwere granulomatöse anteriore Uveitis. Charakteristisch sind speckige Präzipitate („mutton fat“ KP). Kann ein sekundäres Glaukom verursachen.
- Phakolytische Uveitis: Physikalische Blockade durch Makrophagen steht im Vordergrund. Entzündungsbefunde sind relativ mild. Nicht-granulomatös bis schwach granulomatös.
- Entzündung durch verbliebenes Linsenmaterial: Akute Entzündung durch postoperative verbliebene Kortikalis.
Diese Erkrankung unterscheidet sich grundlegend von der phakolytischen Uveitis hinsichtlich Immunmechanismus und pathologischem Befund. Charakteristisch ist eine starke granulomatöse Entzündung vom Typ III (Immunkomplex-Typ), wobei das Vorhandensein oder Fehlen von speckigen Präzipitaten ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal darstellt.
Epidemiologie
Abschnitt betitelt „Epidemiologie“- Tritt einseitig auf 4)
- Kein Geschlechtsunterschied, keine ethnische Prädisposition, keine HLA-Assoziation 4)
- Bei spontaner Linsenresorption hauptsächlich bei älteren Menschen 4)
- Auslöser: 1–14 Tage nach Linsenverletzung durch Trauma oder Operation, spontane Kapselruptur bei überreifem Katarakt, luxierte Linse in den Glaskörper
Der immunologische Mechanismus ist grundlegend unterschiedlich. Die phakoanaphylaktische Endophthalmitis ist eine starke granulomatöse Entzündung vom Typ III (Immunkomplex-Typ) mit charakteristischen speckigen Keratopräzipitaten (KP). Die phakolytische Uveitis hingegen wird durch Makrophagen verursacht, die freigesetzte Linsenproteine phagozytieren und das Trabekelwerk physikalisch blockieren; die Entzündung ist nicht-granulomatös bis schwach granulomatös. Klinisch ist das Vorhandensein von speckigen KP ein wichtiger Hinweis auf eine phakoanaphylaktische Genese.
2. Hauptsymptome und klinische Befunde
Abschnitt betitelt „2. Hauptsymptome und klinische Befunde“Subjektive Symptome
Abschnitt betitelt „Subjektive Symptome“- Ziliare Injektion (ausgeprägt)
- Augenschmerzen (bei erhöhtem Augeninnendruck)
- Sehverschlechterung
Klinische Befunde
Abschnitt betitelt „Klinische Befunde“Bei der phakoallergischen Uveitis treten ziliare Injektion, speckige Keratopräzipitate, Vorderkammerzellen und -flare auf. Im Folgenden werden die klinischen Merkmale der phakoallergischen und der phakolytischen Uveitis gegenübergestellt.
| Merkmal | Phakoallergisch | Phakolytisch |
|---|---|---|
| Immunmechanismus | Typ-III-Allergie (Immunkomplex-Typ) | Makrophagenphagozytose und -obstruktion |
| Keratopräzipitate | Speckige KP (granulomatös) | Feine KP (nicht-granulomatös) |
| Vorderkammerentzündung | stark (auch Fibrin und Hypopyon) | leicht bis mittelschwer |
| Mechanismus des Augeninnendruckanstiegs | entzündlicher Verschluss des Trabekelwerks | physikalische Blockade durch Makrophagen und Proteine |
| Zeitpunkt des Auftretens | meist 1–14 Tage postoperativ | bei überreifem Katarakt häufig spontan |
Weitere wichtige klinische Befunde:
- Mutton-Fat-KP (speckartige Hornhautpräzipitate): Hinweis auf granulomatöse Entzündung. Charakteristischer Befund dieser Erkrankung4)
- Ziliare Injektion und konjunktivale Injektion (ausgeprägt)4)
- Vorderkammerentzündung (Vorderkammerzellen und Proteinvermehrung)
- Fibrinausfällung
- Hintere Synechien der Iris
- Hypopyon (in schweren Fällen)4)
- Erhöhter Augeninnendruck (sekundäres Glaukom durch entzündliche Verlegung des Trabekelwerks)
- Glaskörpertrübung (bei starker Entzündung)
- Bei überreifem Katarakt: schimmernde Substanzen in der Vorderkammer 4)
- Nach Kataraktoperation: Reste von Linsenkern und -rinde in der Vorderkammer sichtbar 4)
Meist 1–14 Tage postoperativ. Auch spätere Fälle möglich, innerhalb weniger Wochen. Bei natürlicher Kapselruptur eines überreifen Katarakts variiert der Zeitpunkt. Er hängt auch von der Restmenge an Linsenbestandteilen und der individuellen Immunreaktivität ab.
3. Ursachen und Risikofaktoren
Abschnitt betitelt „3. Ursachen und Risikofaktoren“Linsenproteine liegen normalerweise immunologisch als „sequestrierte Antigene“ vor. Seit der embryonalen Einschließung in die Linsenkapsel besteht kein Kontakt zum Immunsystem. Bei Beschädigung der Linsenkapsel werden Linsenproteine dem Kammerwasser und Glaskörper ausgesetzt, was eine Typ-III-Allergiereaktion (Immunkomplex-Typ) auslöst.
Hauptrisikofaktoren:
- Traumatische Linsenkapselruptur (perforierendes Augentrauma)
- Nach Kataraktoperation verbliebene Linsenreste (insbesondere bei massiven Resten) 4)
- Spontane Kapselruptur und Verflüssigung bei überreifem Katarakt
- Linsenluxation in den Glaskörper
Als Risikofaktoren für eine postoperative persistierende Uveitis wurden Diabetes (IRR 1,87; 95 %-KI 1,84–1,90) und weibliches Geschlecht (IRR 1,14; 95 %-KI 1,12–1,15) berichtet 3). Bei der Diagnose einer IPICS müssen verbliebene Linsenfragmente, IOL-Fehlstellung und herpetische Augenerkrankungen ausgeschlossen werden 5).
Pathologischer Befund: Granulomatöse Entzündung mit Zentrum um die Linse. Epitheloidzellen und mehrkernige Riesenzellen sammeln sich um das Linsenmaterial. Dieser pathologische Befund ist ein wichtiges histologisches Unterscheidungsmerkmal zur phakolytischen Uveitis.
Die Gesamtprävalenz einer Uveitis nach Kataraktoperation liegt bei etwa 1,1–1,8 %, wobei die meisten Fälle vorübergehend sind und abklingen. Die Entwicklung einer phakoantigenen Endophthalmitis hängt von der individuellen Immunempfindlichkeit und der Menge des verbliebenen Linsenmaterials ab, sodass sie nicht in allen Fällen auftritt.
4. Diagnose und Untersuchungsmethoden
Abschnitt betitelt „4. Diagnose und Untersuchungsmethoden“Es gibt keine eindeutigen Diagnosekriterien4). Wenn innerhalb weniger Tage bis Wochen nach einer Operation oder einem Trauma, die zu einer Ruptur der Linsenkapsel führten, eine Iridozyklitis auftritt und offensichtlich Reste von Linsenmaterial vorhanden sind, kann die Diagnose gestellt werden. Für die Diagnose ist es wichtig, dass Linsenmaterial in die Vorderkammer und den Glaskörper freigesetzt wird4).
Standarduntersuchungen
Abschnitt betitelt „Standarduntersuchungen“- Spaltlampenmikroskopie: Nachweis von speckigen Keratopräzipitaten, Fibrin, hinteren Synechien und verbliebenem Linsenmaterial
- Augeninnendruckmessung: Beurteilung eines sekundären Glaukoms
- Gonioskopie: Abklärung des Glaukommechanismus (Vorhandensein von peripheren vorderen Synechien)
- Bakteriologische Untersuchung von Kammerwasser und Glaskörperflüssigkeit: Abgrenzung zur infektiösen Endophthalmitis. Bakterienkultur und PCR4)
- B-Bild-Sonographie: Ausschluss von Netzhautablösung und Abszess sowie Beurteilung von Glaskörpertrübungen im vorderen Bereich bei fehlender Funduseinsicht4)
- Pathohistologische Untersuchung des Kammerwassers: Nachweis von Linsenbestandteilen4)
- Western-Blot: Der Nachweis linsenspezifischer Proteine im Kammerwasser kann die Diagnose unterstützen2)
- Systemische Untersuchung: Leukozytenzahl, Entzündungsmarker und Blutzucker sind meist normal4)
Differenzialdiagnose
Abschnitt betitelt „Differenzialdiagnose“| Differenzialdiagnose | Abgrenzungsmerkmale |
|---|---|
| Bakterielle Endophthalmitis (postoperativ akut) | Innerhalb weniger Tage postoperativ. Ausgeprägtes Hypopyon und Glaskörpertrübung. Kultur positiv |
| P. acnes-verzögerte Endophthalmitis | Wochen bis Monate nach OP. Weiße Plaque auf der Linsenkapsel. Auch wenn Bakterien nicht nachweisbar, nicht ausschließbar |
| TASS | Innerhalb von 24 Stunden nach OP. Diffuses Hornhautödem. Nicht infektiös |
| Sympathische Ophthalmie | Nach perforierender Augenverletzung. Beidseitig. Abendröte-Fundus. Exsudative Netzhautablösung im Fundus |
| Phakolytisches Glaukom | Wenig Entzündungszeichen, hauptsächlich erhöhter Augeninnendruck. Entsteht aus überreifem Katarakt |
Bei der Abgrenzung zur sympathischen Ophthalmie sind die Einseitigkeit und die seltene Entwicklung einer exsudativen Netzhautablösung wichtige Unterscheidungsmerkmale4).
Die Unterscheidung erfolgt durch Bakterienkultur und PCR von Kammerwasser und Glaskörper. Auch der pathologische Nachweis von Linsenbestandteilen ist hilfreich. Eine durch P. acnes verursachte verzögerte Endophthalmitis ist oft allein anhand der klinischen Befunde nicht zu beurteilen. Selbst wenn keine Bakterien nachgewiesen werden, kann eine Infektion nicht vollständig ausgeschlossen werden, daher ist eine Gesamtbeurteilung erforderlich. Kann eine Infektion nicht ausgeschlossen werden, sollte nach einer Kultur auch ein Antibiotikum in Betracht gezogen werden.
5. Standardbehandlung
Abschnitt betitelt „5. Standardbehandlung“Am wichtigsten ist die frühzeitige Diagnose und Behandlung der Entzündung. Wenn noch große Mengen an Linsenmaterial vorhanden sind, ist die operative Entfernung des Linsenmaterials die notwendigste und wirksamste Behandlung.
Chirurgische Behandlung (kausale Therapie)
Abschnitt betitelt „Chirurgische Behandlung (kausale Therapie)“- Entfernung von restlichem Linsenmaterial durch Phakoemulsifikation (PEA): Kausale Therapie. Erste Wahl bei großen Restmengen
- Intrakapsuläre Kataraktextraktion (ICCE) + vordere Vitrektomie: Bei überreifem Katarakt4)
- Vorderkammerspülung + vollständige Entfernung des restlichen Kortex: bei unzureichender Augeninnendruckkontrolle und fehlendem Ansprechen auf entzündungshemmende Medikamente4)
- Bei sehr geringen Resten von Linsenbestandteilen kann eine alleinige Beobachtung zur Heilung führen4)
Präoperative Entzündungshemmung (Überbrückungstherapie) und medikamentöse Therapie
Abschnitt betitelt „Präoperative Entzündungshemmung (Überbrückungstherapie) und medikamentöse Therapie“Vor der Operation und während der konservativen Behandlung werden folgende Maßnahmen eingesetzt.
| Stufe | Behandlungsinhalt | Medikament/Verfahren |
|---|---|---|
| 1. Präoperative Entzündungshemmung | Steroid + Mydriatikum + Augeninnendrucksenker | Betamethason 0,1% Augentropfen (4-6× täglich), Atropin 1% Augentropfen (1-2× täglich), Timolol 0,5% Augentropfen (2× täglich) |
| 2. Kausale Behandlung | Chirurgische Entfernung von verbliebenem Linsenmaterial | PEA oder ICCE ± vordere Vitrektomie |
| 3. Konservative Behandlung | Bei geringem Restmaterial und erwarteter spontaner Resorption | Topische Steroide (kurzfristig). Langzeitanwendung vermeiden |
| 4. Therapieresistente Fälle | Bei fehlendem Ansprechen auf entzündungshemmende und drucksenkende Medikamente | Spülung der Vorderkammer + vollständige Entfernung des verbliebenen Kortex |
Details zu den einzelnen Medikamenten:
- Steroid-Augentropfen: 0,1% Betamethason-Natriumphosphat-Augentropfen (4-6 mal täglich)
- Steroid-Subkonjunktivalinjektion: Bei starker Entzündung (z. B. Dexamethason 2 mg)
- Mydriatika: 1% Atropinsulfat-Augentropfen (1-2 mal täglich) oder 0,5% Tropicamid-Augentropfen (zur Verhinderung von hinteren Synechien und Pupillenmanagement)
- Beta-Blocker-Augentropfen: 0,5% Timololmaleat (2 mal täglich)
- Carboanhydrasehemmer: 1% Dorzolamidhydrochlorid-Augentropfen (3 mal täglich) oder oral (Acetazolamid 250 mg 2-4 mal täglich)
Wenn nur eine geringe Restmenge vorhanden ist und eine spontane Resorption erwartet werden kann, kann eine lokale Steroidtherapie und Beobachtung ausreichen. Bei einer großen verbleibenden Linsenmasse ist jedoch die chirurgische Entfernung die definitive Behandlung, und eine alleinige Steroidtherapie ist unzureichend. Die langfristige Anwendung von Steroiden birgt Risiken wie erhöhten Augeninnendruck, daher sollte bei unzureichender Wirkung schnell eine Operation in Betracht gezogen werden.
6. Pathophysiologie und detaillierter Krankheitsmechanismus
Abschnitt betitelt „6. Pathophysiologie und detaillierter Krankheitsmechanismus“Linsenproteine sind während der Embryonalentwicklung in der Linsenkapsel eingeschlossen und existieren als „sequestrierte Antigene“ ohne Kontakt zum Immunsystem. Nach einer Schädigung der Linsenkapsel werden Linsenproteine (hauptsächlich α-Crystallin) im Kammerwasser und Glaskörper freigesetzt, was den Krankheitsmechanismus auslöst.
Ablauf der Pathologie:
- Schädigung der Linsenkapsel (Trauma, Operation, spontane Ruptur bei überreifem Katarakt) → Freisetzung von Linsenproteinen in Kammerwasser und Glaskörper
- Die freigesetzten Linsenproteine lösen eine Typ-III-Allergiereaktion (Immunkomplexreaktion) aus
- Gewebeablagerung von Immunkomplexen → Komplementaktivierung → Neutrophileninfiltration → Gewebeschädigung
- Bei Chronifizierung Granulombildung durch Epitheloidzellen und mehrkernige Riesenzellen
- Ausbreitung der granulomatösen Entzündung auf das Trabekelwerk → Kammerwasserabflussstörung → sekundäres Glaukom (phakoanaphylaktisches Glaukom)
- Anhaltende Entzündung → Risiko der Bildung einer Zyklitismembran → Gefahr einer Traktionsamotio retinae
Pathophysiologischer Unterschied zur phakolytischen Glaukom: Bei der phakolytischen Form phagozytieren Makrophagen freigesetzte Linsenproteine und verstopfen physikalisch das Trabekelwerk; es handelt sich nicht um eine Typ-III-Allergiereaktion. Die hypersensitive granulomatöse Entzündung ist stärker und das Risiko einer Chronifizierung und Persistenz der Entzündung ist höher.
Diese Erkrankung ist einseitig und verursacht selten eine exsudative Netzhautablösung im Augenhintergrund4). Dass die Entzündung auf ein Auge beschränkt bleibt, ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur beidseitig auftretenden sympathischen Ophthalmie.
7. Aktuelle Forschung und zukünftige Perspektiven
Abschnitt betitelt „7. Aktuelle Forschung und zukünftige Perspektiven“- Der Nachweis linsenspezifischer Proteine im Kammerwasser mittels Western-Blot wurde als diagnostische Hilfe berichtet (Tanito et al. 2009)2). Bei posttraumatischer linseninduzierter Uveitis kann der Nachweis linsenspezifischer Proteine wie α-Crystallin und β-Crystallin im Kammerwasser eine objektive diagnostische Unterstützung ermöglichen.
- Große epidemiologische Daten aus dem US-amerikanischen IRIS-Register (7.513.604 Fälle) zur persistierenden Uveitis nach Kataraktoperation (PUPPI): Die Inzidenz betrug 1,68 %. Als Risikofaktoren für eine persistierende Uveitis nach Operation wurden Diabetes (IRR 1,87, 95 %-KI 1,84–1,90) und weibliches Geschlecht (IRR 1,14, 95 %-KI 1,12–1,15) identifiziert3). Diese Daten beziehen sich auf Uveitis nach Kataraktoperation im Allgemeinen, nicht nur auf linseninduzierte Uveitis.
- In einem Bericht über Diagnose und Management der postoperativen persistierenden Iritis (IPICS: idiopathische persistierende Iritis nach Kataraktoperation) wird das Konzept der idiopathischen persistierenden Iritis nach Ausschluss von verbliebenen Linsenfragmenten, IOL-Fehlstellung und Herpes-Erkrankungen in der Vorgeschichte vorgeschlagen5).
- Die Häufigkeit einer postoperativen chronischen Uveitis variiert je nach Studie; dabei ist auf Unterschiede in der Definition und im Beobachtungszeitraum zu achten6).
8. Literaturverzeichnis
Abschnitt betitelt „8. Literaturverzeichnis“- Nche EN, Amer R. Lens-induced uveitis: an update. Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol. 2020;258(7):1359-1365.
- Tanito M, Kaidzu S, Katsube T, Nonoyama S, Takai Y, Ohira A. Diagnostic Western blot for lens-specific proteins in aqueous fluid after traumatic lens-induced uveitis. Jpn J Ophthalmol. 2009;53(4):436-439. doi:10.1007/s10384-009-0671-x.
- Acharya B, Hyman L, Tomaiuolo M, Zhang Q, Dunn JP. Prolonged Undifferentiated Postoperative Pseudophakic Iridocyclitis. Ophthalmology. 2024.
- 日本眼炎症学会ぶどう膜炎診療ガイドライン作成委員会. ぶどう膜炎診療ガイドライン. 日眼会誌. 2019;123(6):635-696.
- Soifer M, Mousa HM, Jammal AA, et al. Diagnosis and management of idiopathic persistent iritis after cataract surgery (IPICS). Am J Ophthalmol. 2022;234:250-258.
- Patel C, Kim SJ, Chomsky A, Saboori M. Incidence and risk factors for chronic uveitis following cataract surgery. Ocul Immunol Inflamm. 2013;21(2):130-134.