Zum Inhalt springen
Sonstiges

Telemedizin und Online-Beratung (Telemedizin in der Augenheilkunde)

Die Teleophthalmologie ist ein System, das mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie augenärztliche Versorgung aus der Ferne anbietet. Sie kombiniert Kommunikationstechnik mit Daten augenärztlicher Untersuchungen, um Augenerkrankungen aus der Ferne zu beurteilen und die Versorgung zu unterstützen5).

Es gibt zwei Hauptformen: das asynchrone store-and-forward, bei dem standardisierte Bilddaten wie Funduskamera, OCT und Gesichtsfeldprüfung an einen Spezialisten geschickt und später ausgewertet werden, sowie die Echtzeit-Untersuchung per Videotelefonie5). Da Bilddaten in der Augenheilkunde stark standardisiert sind, gilt dieses Fachgebiet als besonders gut für store-and-forward geeignet.

Die Online-Sprechstunde wurde mit der ärztlichen Vergütungsreform von 2018 von der Krankenversicherung übernommen3). Mit der COVID-19-Pandemie (ab 2020) wurde die Online-Sprechstunde ab der Erstvorstellung vorübergehend erlaubt und mit der Reform von 2022 dauerhaft eingeführt3). In der Augenheilkunde können viele Untersuchungen — etwa Augeninnendruckmessung, Fundusuntersuchung und Gesichtsfeldprüfung — nur persönlich durchgeführt werden, sodass sich die Fernversorgung im Vergleich zu anderen Fachgebieten nur begrenzt verbreitet hat. Ihr Nutzen rückt in Regionen mit schwierigem Zugang zu Augenärzten, etwa in ländlichen Gebieten und auf abgelegenen Inseln, sowie bei kontaktlosen Untersuchungen während Infektionswellen in den Fokus.

Q Kann man in der Augenheilkunde eine Online-Sprechstunde erhalten?
A

Online-Sprechstunden sind inzwischen als Kassenleistung möglich, aber viele Untersuchungen wie Fundusuntersuchung, Augeninnendruckmessung, Gesichtsfeldprüfung und Spaltlampenmikroskopie können nur vor Ort durchgeführt werden, daher ist der Anwendungsbereich begrenzt. Sie werden für Verlaufsmeldungen und die Fortführung von Rezepten bei stabilen chronischen Erkrankungen (Glaukom, AMD usw.), für postoperative Nachfragen und für Beratungen zu äußeren Augenerkrankungen genutzt. Grundsätzlich erfordern die Erstbeurteilung und akute Symptome eine Untersuchung vor Ort.

Die Teleophthalmologie umfasst drei Modelle mit unterschiedlichen Eigenschaften je nach Methode5).

Store-and-forward-Modell (asynchron)

Funktionsweise: Fundusfotos, OCT und Gesichtsfelddaten werden gesendet, und ein Facharzt beurteilt sie später

Vorteile: keine zeitlichen Einschränkungen. Die Befundung durch den Facharzt ist sehr effizient

Typische Beispiele: Screening auf diabetische Retinopathie (am weitesten verbreitet), Fernbefundung bei ROP

Standardaufbau von TECS: Ein zertifizierter ophthalmologischer Assistent misst Sehschärfe, Refraktion und Augeninnendruck, macht drei Fundusaufnahmen und Aufnahmen des äußeren Auges, und ein Facharzt befundet und verordnet aus der Ferne1)

Echtzeit-Modell (synchron)

Funktionsweise: Untersuchung per Videoanruf

Anwendung: Anamnese, Sehprüfung, Beurteilung subjektiver Symptome und Medikamentenmanagement

Merkmale: Während der COVID-19-Pandemie schnell ausgeweitet, aber innerhalb weniger Monate deutlich zurückgegangen2)

Herausforderungen: Körperliche Befunde sind schwerer zu erheben als bei einer persönlichen Untersuchung

Erweitertes TECS (multifunktional)

Funktionsweise: fortgeschrittene Telekonsultation mit OCT und Gesichtsfeldmessung

Anwendung: Teleglaukom- und Tele-Makula-Untersuchung

Merkmale: besonders nützlich für die Langzeitüberwachung chronischer Erkrankungen1)

Herausforderungen: Es sind teure Geräte nötig, daher ist die Zahl der Einrichtungen, die es einführen können, begrenzt

Fundusfoto einer diabetischen Retinopathie (harte Exsudate, Mikroaneurysmen, Netzhautblutungen)
Fundusfoto einer diabetischen Retinopathie (harte Exsudate, Mikroaneurysmen, Netzhautblutungen)
Hao S, Liu C, Li N, et al. Clinical evaluation of AI-assisted screening for diabetic retinopathy in rural areas of midwest China. PLoS One. 2022;17(10):e0275983. Figure 1A. DOI: 10.1371/journal.pone.0275983. License: CC BY 4.0.
Fundusfoto einer diabetischen Retinopathie mit verstreuten gelblich-weißen harten Exsudaten, kleinen Vorwölbungen der Gefäßwand (Mikroaneurysmen) und blassen roten Flecken (Netzhautblutungen). Sie gehört zum Tele-Screening bei diabetischer Retinopathie, das im Abschnitt „Geeignete Erkrankungen und Ergebnisdaten“ behandelt wird.

Das Screening auf diabetische Retinopathie ist die am besten etablierte Indikation der Teleophthalmologie.

Beim TECS (Technology-based Eye Care Services) des US-Veteranenministeriums (VA) wurden zwischen 2015 und 2022 67 Standorte eingerichtet, und 83.6% der Standorte waren im ersten Quartal 2022 noch in Betrieb1). Im Haushaltsjahr 2021 wurden 21,712 Personen versorgt, mit einem Durchschnittsalter von 64.7 Jahren. 52.1% der versorgten Patientinnen und Patienten lebten in ländlichen oder sehr ländlichen Gebieten, und das Risiko für sehbedrohende Erkrankungen ist dort laut Angaben 1.3- bis 2.5-mal höher als in städtischen Gebieten1).

Eine Metaanalyse zur Genauigkeit von Teleglaukom (45 Studien) berichtete für das Glaukom-Screening eine Sensitivität von 83% und eine Spezifität von 79%4). Die ferngestützte Durchführung von Tonometrie, Gesichtsfeldprüfung und Gonioskopie wurde als technische Herausforderung genannt, und die Hauptanwendung ist die Verlaufskontrolle bei stabilen Erkrankungen2).

Eine auf OCT basierende Fernüberwachung wird zur Verlaufskontrolle bei stabiler AMD eingesetzt1). Es besteht jedoch das Risiko, aktive Läsionen zu übersehen, daher ist bei Veränderungen der OCT-Befunde ein Wechsel zu einem persönlichen Termin erforderlich.

Krankheitshäufigkeit und Effizienz der Telemedizin bei TECS-Patienten

Abschnitt betitelt „Krankheitshäufigkeit und Effizienz der Telemedizin bei TECS-Patienten“
KrankheitHäufigkeitVersorgung per Telemedizin
Katarakt47.8%1)Unterstützung bei der präoperativen Beurteilung und der postoperativen Nachsorge
Glaukom17.6%1)Überwachung in der stabilen Phase (die Messung des Augeninnendrucks erfordert einen persönlichen Termin)
Diabetische Retinopathie6.3%1)Screening (am besten etabliert)
altersbedingte Makuladegeneration5.8%1)OCT-Monitoring im stabilen Stadium

Es wurde berichtet, dass die Einführung von Telemedizin die Reisezeit der Patienten im Durchschnitt um 61 Stunden verringerte und die Wartezeit auf einen Arzttermin um 30 % verkürzte4).

Q Welche augenärztlichen Erkrankungen eignen sich für Online-Konsultationen?
A

Geeignet sind zum Beispiel das Screening auf diabetische Retinopathie (Store-and-forward-Verfahren), die Verlaufskontrolle von stabilem Glaukom und AMD sowie die Anamnese bei Hornhaut- und Bindehauterkrankungen. Beim DR-Screening ist das Fernübermitteln von Fundusaufnahmen die am besten etablierte Methode, und es wurden Sensitivitäten von 83 bis 97 % berichtet4). Bei akuten Erkrankungen oder wenn genaue Untersuchungen wie Augeninnendruckmessung, Gesichtsfeldprüfung oder Spaltlampenuntersuchung nötig sind, ist ein persönlicher Termin unverzichtbar.

4. Was Online-Konsultationen können und was nicht

Abschnitt betitelt „4. Was Online-Konsultationen können und was nicht“

Es ist wichtig, in der Augenheilkunde klar zu verstehen, was Telemedizin kann und was nicht.

  • Anamnese (Symptome erfragen und Verlauf bestätigen)
  • Bewertung selbst gemessener Sehschärfewerte (als Referenz)
  • Beratung zur Fortführung oder Änderung der Verordnung
  • Bericht über den postoperativen Verlauf (wenn nicht dringend)
  • Beratung zu Erkrankungen des äußeren Auges per Fotoübermittlung (Bindehautrötung, Lidschwellung usw.)
  • Erklärung und Beratung von Untersuchungsergebnissen
  • Medikamentenmanagement bei stabilen chronischen Erkrankungen

Untersuchungen, die eine Untersuchung in der Praxis erfordern2)

Abschnitt betitelt „Untersuchungen, die eine Untersuchung in der Praxis erfordern2)“
  • Messung des Augeninnendrucks (Tonometrie): die Grundlage der Glaukombehandlung
  • Spaltlampenuntersuchung: detaillierte Beurteilung von Hornhaut, Linse und Vorderkammer
  • Untersuchung des Augenhintergrunds (direkte und indirekte Ophthalmoskopie)
  • Gonioskopie: Beurteilung der Kammerwinkelmorphologie beim Glaukom
  • Hornhautdickenmessung (Pachymetrie): Beurteilung des Glaukomrisikos
  • Gesichtsfelduntersuchung: Ein spezielles automatisches Perimetergerät ist erforderlich
  • Fluoreszein-Fundusangiographie: Beurteilung von Neovaskularisation und Nichtperfusionsgebieten
  • Refraktionsbestimmung (für eine genaue Verordnung ist eine Untersuchung unter Zykloplegie erforderlich)
Q Kann man eine Fundusuntersuchung oder Gesichtsfelduntersuchung per Telemedizin durchführen?
A

Präzise Untersuchungen wie Fundusuntersuchung, Gesichtsfelduntersuchung und Messung des Augeninnendrucks erfordern spezielle Geräte und können daher nicht per Telemedizin durchgeführt werden. Für die Fundusuntersuchung sind ein indirektes Ophthalmoskop oder ein Spaltlampenmikroskop mit Vorsatzlinse erforderlich, für die Gesichtsfelduntersuchung ein automatisches Perimeter2). Wenn diese Untersuchungen nötig sind, ist eine persönliche Untersuchung unverzichtbar; insbesondere bei Notfallsymptomen wie plötzlichem Sehverlust, Augenschmerzen oder einer plötzlichen Zunahme von Floatern suchen Sie bitte sofort einen Augenarzt auf.

Die Telemedizin wurde schrittweise durch rechtliche Anpassungen aufgebaut.

  • 2018: Mit der Anpassung der Vergütung wurde die Online-Sprechstunde von der Krankenversicherung übernommen (nur für Folgebesuche; in der Regel war ein persönlicher Arztkontakt erforderlich)
  • April 2020: Als COVID-19-Maßnahme wurde die Online-Sprechstunde ab dem ersten Besuch vorübergehend erlaubt. Telefon- und Online-Behandlungen nahmen für eine Zeit stark zu
  • 2022: Mit der Anpassung der Vergütung wurde die Online-Sprechstunde dauerhaft eingeführt. Die Online-Sprechstunde ab dem ersten Besuch wurde unter bestimmten Bedingungen erlaubt
  • Voraussetzungen für die Abrechnung der Online-Sprechstunde: erforderlich sind eine Untersuchung mit Informations- und Kommunikationstechnologie sowie ein bidirektionaler Echtzeit-Austausch visueller und akustischer Informationen
  • Abrechnung als reguläre, von der Versicherung übernommene Leistung, ähnlich wie bei einer normalen persönlichen Sprechstunde
  • Zusätzliche Systemnutzungsgebühren wie Kommunikationskosten können gesondert anfallen (je nach Einrichtung unterschiedlich)
  • Rezepte werden per Post versandt oder online ausgestellt (in einer Form, die der Patient in der Apotheke erhält)
  • Zusammen mit der online erlaubten Arzneimittelberatung (seit 2020) ist ein vollständig von zu Hause aus ablaufender Prozess möglich

Nach den Richtlinien des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt ist die Online-Versorgung eine Behandlung, bei der Arzt und Patient visuelle und auditive Informationen in Echtzeit austauschen. Da die medizinischen Informationen begrenzt sind, sollte sie mit einem System erfolgen, das bei Bedarf auf eine persönliche Behandlung umschalten kann, und auf der Grundlage eines Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient3).

Aussehen einer Funduskamera ohne Pupillenerweiterung (Topcon)
Aussehen einer Funduskamera ohne Pupillenerweiterung (Topcon)
Ruck J. Non-mydriatic Topcon retinal camera. Wikimedia Commons. 2007. Figure 1. Source ID: File:Retinal_camera.jpg. License: CC BY-SA 3.0.
Gesamtansicht einer Tisch-Funduskamera ohne Pupillenerweiterung (von Topcon), bei der die Stirn- und Kinnstütze für den Patienten sowie der Aufnahmelinsenteil zu sehen sind. Sie entspricht dem Bildgebungsgerät für die Store-and-forward-Teleophthalmologie, das im Abschnitt „Technische Grundlage und erforderliche Geräte“ behandelt wird.

Die für die Teleophthalmologie erforderliche Ausstattung und Systemkonfiguration unterscheiden sich je nach Verfahren.

In der Standardkonfiguration von TECS werden die folgenden Geräte in einem Untersuchungsraum von etwa 120 Quadratfuß (etwa 11 Quadratmeter) installiert.

  • Bildgebungsgeräte: Funduskamera ohne Pupillenerweiterung (3 Fundusaufnahmen), Gerät zur Fotografie des äußeren Auges
  • Grundausstattung für Untersuchungen: Sehtafel, Refraktionsgerät, Tonometer
  • Datenübertragung: Bildübertragungssystem gemäß DICOM-Standard
  • Befundungsmonitor: hochauflösender Monitor für den Facharzt an einem entfernten Standort
  • Personalbesetzung: ein zertifizierter ophthalmologischer Assistent (oder eine Fachkraft mit gleichwertigen oder höheren Fähigkeiten) betreut die Patienten vor Ort

Advanced TECS ergänzt außerdem OCT und automatische Gesichtsfeldmessung und unterstützt Teleglaukom- und Telemakula-Beratungen 1).

  • Kommunikationssystem: Videokonferenzplattform (Schutz personenbezogener Daten und Sicherheit sind unerlässlich)
  • Anbindung an die elektronische Patientenakte: zentrale Verwaltung von Untersuchungsbefunden und Verordnungen im System
  • Geräte auf Patientenseite: Smartphones, Tablets und PCs (mit Kamera und Mikrofon)
  • Smartphone-Adapter für Fundusaufnahmen: Verbreitung der Fundusfotografie mit kostengünstigen Linsenadaptern
  • Heim-Tonometer: Die Entwicklung kontaktloser und kontinuierlich messender Typen ist im Gange
  • Tragbarer Augeninnendruck-Monitor: könnte die Aufzeichnung von 24-Stunden-Schwankungen des Augeninnendrucks ermöglichen
  • Integration mit KI: praktischer Ablauf von Aufnahme → automatischer KI-Bewertung → Spezialistenprüfung 6)
  • 5G-Kommunikation: Realisierung hochauflösender Echtzeit-Untersuchungen
  • Patientenberichtete Endpunkte (PRO): kontinuierliche Erfassung von Symptomen und Sehfunktion mithilfe digitaler Werkzeuge

Während der COVID-19-Pandemie nahm die Nutzung der Telemedizin in New York City (NYC) stark zu, ging jedoch innerhalb weniger Monate deutlich zurück. Für die meisten der befragten Ärzte gehörte Telemedizin nicht mehr zur routinemäßigen Versorgung, auch wenn sie sich hinsichtlich künftiger technologischer Entwicklungen optimistisch äußerten2).

  • Abbau von Zugangsungleichheiten in ländlichen und abgelegenen Inselregionen: Ausbau des Tele-Screenings in Gebieten mit Mangel an Augenärzten1)
  • Integration mit KI-Bilddiagnostik: Mit der Verbesserung der Genauigkeit automatischer Klassifikation dürfte sich die diagnostische Effizienz weiter verbessern (siehe den separaten Artikel zur KI-gestützten augenärztlichen Diagnostik)6)
  • Verbreitung von Heimgeräten: Wenn Heim-Tonometer und Smartphone-Funduskameras verbreitet sind, wird sich der Umfang der Fernüberwachung erheblich erweitern
  • Ausbau von 5G und Hochgeschwindigkeitskommunikation: Hochauflösende Bilder können in Echtzeit übertragen werden, was die Untersuchungsgenauigkeit verbessert
  • Digitale Erfassung von Patient-Reported Outcomes (PRO): Kontinuierliche Bewertung von Sehfunktion und Symptomen aus der Ferne
  • Grenzen der Untersuchungsgenauigkeit: Augeninnendruck, Gesichtsfeld und Spaltlampenuntersuchung lassen sich aus der Ferne nur schwer durchführen, daher gibt es bei Erkrankungen wie dem Glaukom, die genaue Untersuchungen erfordern, Grenzen2)
  • Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient: Der Beziehungsaufbau ist im Vergleich zur Untersuchung in Präsenz eingeschränkt
  • Informationssicherheit und Schutz personenbezogener Daten: Es ist notwendig, sichere Systeme für die Übertragung und Speicherung medizinischer Informationen einzurichten
  • Infrastrukturelle Unterschiede: In Regionen mit unzureichender medizinischer Versorgung ist manchmal nicht einmal die Internetumgebung selbst vorhanden
  • Entwicklungen bei der medizinischen Vergütung und Regulierung: Eine kontinuierliche Anpassung an Systemänderungen ist erforderlich3)
  1. Simon LS, Davis ML, Medunjanin D, et al. National Experience of Technology-based Eye Care Services: A Comprehensive Ophthalmology Telemedicine Initiative. Ophthalmology. 2025;132(4):442-451.
  1. Liu H, Ying S, Kamat S, Tukel C, Serle J, Fallar R, et al. The Role of Telemedicine in Glaucoma Care Triggered by the SARS-CoV-2 Pandemic: A Qualitative Study. Clinical ophthalmology (Auckland, N.Z.). 2023;17:2251-2266. doi:10.2147/OPTH.S418502. PMID:37575208; PMCID:PMC10422957.
  1. 厚生労働省. オンライン診療の適切な実施に関する指針(平成30年3月、令和8年4月一部改訂). https://www.mhlw.go.jp/stf/index_0024_00004.html(2026年5月3日閲覧)
  1. Thomas SM, Jeyaraman MM, Hodge WG, et al. The effectiveness of teleglaucoma versus in-patient examination for glaucoma screening: a systematic review and meta-analysis. PLoS One. 2014;9(12):e0113779. doi:10.1371/journal.pone.0113779.
  1. Than J, Sim PY, Muttuvelu D, et al. Teleophthalmology and retina: a review of current tools, pathways and services. Int J Retina Vitreous. 2023;9(1):76. doi:10.1186/s40942-023-00502-8. PMID:38053188; PMCID:PMC10699065.
  1. Ting DSW, Gunasekeran DV, Wickham L, et al. Next generation telemedicine platforms to screen and triage. Br J Ophthalmol. 2020;104(3):299-300.

Kopieren Sie den Artikeltext und fügen Sie ihn in den KI-Assistenten Ihrer Wahl ein.