Der Spasmus des nahsynkinetischen Reflexes (spasm of the near synkinetic reflex) ist ein Krankheitsbild, das durch die Trias von Akkommodationsspasmus, akutem konvergentem Strabismus und Miosis gekennzeichnet ist.
Auch als Nahreflexspasmen (spasms of the near reflex) oder Konvergenzspasmus (convergence spasm) bezeichnet. Es handelt sich um einen anfallsartigen, anhaltenden Zustand, bei dem beide Augen nach innen gedreht werden, wobei die drei Elemente des Nahreflexes (Konvergenz, Akkommodation, Miosis) gleichzeitig als supranukleäre binokuläre assoziierte Bewegung auftreten. Diese können bewusst nicht voneinander getrennt werden.
Diese Erkrankung wird grob in funktionelle und organische Formen unterteilt. 1)
Funktionell (psychogen) : Am häufigsten. Angst und psychischer Stress sind die Hauptauslöser. Wird als Konversionsstörung eingeordnet.
Organisch : Schädel-Hirn-Trauma, Multiple Sklerose3), metabolische Enzephalopathie, Arnold-Chiari-Fehlbildung, Tumore usw. Kann auch durch erhöhte Erregbarkeit des Konvergenzzentrums auf Höhe des dorsalen Mittelhirns oder organische Läsionen (Pseudo-Sixth-Nerve-Palsy) verursacht werden.