Kryotherapie
Indikation: Läsionen der aktinischen Keratose im Gesicht.
Durchführung: in einer dermatologischen Praxis. Periokuläre Läsionen werden am besten von einem okuloplastischen Chirurgen behandelt.
Die aktinische Keratose (Actinic Keratosis; AK) ist eine prämaligne Plattenepithelläsion (premalignant squamous lesion) und wird unter dem ICD-10-Code L57.0 sowie dem ICD-9-Code 702.0 eingeordnet. Sie entsteht auf Haut, die chronisch UV-Strahlung ausgesetzt war, und tritt häufig an sonnenexponierten Stellen wie Gesicht, Lippen, Ohren, Handrücken, Unterarmen, Kopfhaut und Hals auf.
Sie ist bei mittelalten bis älteren Patienten häufig, und Menschen mit heller Haut (Fitzpatrick-Typen I und II) haben ein besonders hohes Risiko. Aus einer bestehenden aktinischen Keratose kann ein Plattenepithelkarzinom (squamous cell carcinoma, SCC) entstehen, das Risiko einer metastatischen Ausbreitung ist jedoch mit 0,5 bis 3,0 % gering.
Chronische Sonneneinstrahlung gilt als der wichtigste umweltbedingte prädisponierende Faktor für alle Tumoren der Augenoberfläche.
Die aktinische Keratose ist kein Krebs, sondern eine prämaligne Läsion. Das Risiko, zu einem Plattenepithelkarzinom fortzuschreiten, ist mit 0,5 bis 3,0 % gering. Unbehandelt kann sie jedoch bösartig werden, daher sind eine korrekte Diagnose und Behandlung notwendig.
Die Hauptursache der aktinischen Keratose ist Sonnenexposition, insbesondere durch UVA- und UVB-Strahlen. Die Exposition gegenüber UV-Strahlung löst eine Reihe komplexer genetischer Ereignisse aus, die zu einer Proliferation von Plattenepithelzellen und dysplastischen Veränderungen der Haut führen.
Die wichtigsten Risikofaktoren sind folgende.
Menschen mit heller Haut (Fitzpatrick I und II), mit chronischer Sonnenexposition in der Vorgeschichte und ohne Sonnenschutz im Freien haben ein höheres Risiko. Auch die Nutzung von Solarium (Tanning Bed) erhöht das Risiko deutlich.
Die Diagnose beginnt mit einer vorläufigen Diagnose auf der Grundlage der Krankengeschichte und der klinischen Befunde des Patienten. Die Läsion wird mit Spaltlampenmikroskopie, Dermatoskopie und der klinischen Inspektion beurteilt. Neue oder verdächtige Läsionen erfordern eine Biopsie und die Beurteilung durch einen Pathologen.
Indikationen für eine Biopsie: Läsionen mit Blutung, anhaltendem Juckreiz, Größenzunahme oder Veränderung.
Die wichtigsten Differenzialdiagnosen sind unten aufgeführt.
| Erkrankung | Differenzialmerkmale |
|---|---|
| Plattenepithelkarzinom | Mit invasivem Wachstum und Ulzeration |
| Morbus Bowen | Intraepidermales Plattenepithelkarzinom mit scharf begrenzter erythematöser Läsion |
| Basalzellkarzinom | Mit perligem Glanz und Teleangiektasien |
| Lentigo maligna | Erscheint als unregelmäßige pigmentierte Makula |
Die folgenden topischen Medikamente sind bei aktinischer Keratose im Gesicht, an der Stirn und auf der Kopfhaut wirksam.
Laut systematischen Übersichten sind 5-FU/SA, Ingenolmebutat und Imiquimod alle wirksam.
Kryotherapie
Indikation: Läsionen der aktinischen Keratose im Gesicht.
Durchführung: in einer dermatologischen Praxis. Periokuläre Läsionen werden am besten von einem okuloplastischen Chirurgen behandelt.
Photodynamische Therapie
Photodynamische Therapie (Blau-Licht-Therapie): eine von der FDA zugelassene Behandlung in der Praxis. Sie kombiniert Aminolävulinsäure (ALA) mit fluoreszierendem blauem Licht.
TCA-Chemisches Peeling: eine sinnvolle Option bei ausgedehnten Läsionen.
Chirurgische Behandlung
Vollständige Exzision: wird durchgeführt, wenn der Verdacht auf einen bösartigen Tumor besteht.
Laserbehandlung: eine Option, wenn kein Verdacht auf einen bösartigen Tumor besteht.
Beobachtung: In vielen Fällen kann das Fortschreiten klinisch überwacht werden.
Periokuläre aktinische Keratose wird am besten von einem oculoplastischen Chirurgen behandelt. Zu den Optionen gehören Kryotherapie, chirurgische Exzision und Laserbehandlung. Eine in einer allgemeinen dermatologischen Praxis durchgeführte Kryotherapie muss wegen möglicher Auswirkungen auf das Auge vorsichtig erfolgen.
Die UV-Strahlenexposition löst komplexe genetische Ereignisse aus, die zu einer Vermehrung von Plattenepithelzellen und dysplastischen Veränderungen der Haut führen.
UV-A induziert die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) und verursacht oxidative Schäden sowie DNA-Schäden. UV-B wird direkt von der DNA absorbiert und verursacht DNA-Schäden. Die sich in diesem Prozess ansammelnden genetischen Veränderungen führen letztlich zu aktinischer Keratose und Plattenepithelkarzinom.
Histologisch ist sie durch folgende Befunde gekennzeichnet:
CO2-Laser (Resurfacing) werden inzwischen zur Behandlung der aktinischen Keratose des Augenlids eingesetzt. Berichte zufolge ist dies bei nicht-melanozytärem Hautkrebs wirksam und sicher, sowohl allein als auch in Kombination mit anderen Behandlungen, jedoch sind weitere Studien erforderlich, um die langfristige Wirksamkeit zu bewerten.
Zu den berichteten wichtigsten Nebenwirkungen zählen Verbrennungen um das Auge, Hornhautulzera durch Überhitzung des Metallschilds, verzögerte Wundheilung, Pigmentstörungen und Narbenbildung.